Direktvermarkter können die Einspeisung ihrer Anlagenbetreiber jetzt über Solarize abrechnen. Die meingrünstrom GmbH erstellt ihre monatliche Einspeiseabrechnung über die Plattform, für kleinere Aufdach-PV-Anlagen bis zu Solarparks im Multi-Megawatt-Bereich. Der monatliche Rechnungslauf für alle Anlagen ist in wenigen Minuten erstellt.
Mit der Einspeiseabrechnung erschließt Solarize ein neues Anwendungsfeld. Bislang nutzen vor allem Stadtwerke, Energieversorger und Immobilienbestandshalter die Plattform für Mieterstrom, gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und dynamische Tarife. Jetzt rechnen auch Direktvermarkter die Portfolios ihrer Anlagenbetreiber über Solarize ab.
Ein Beleg pro Anlage, auch bei komplexen Preisbestandteilen
In der Direktvermarktung werden über einen physischen Einspeisezähler mehrere Preisbestandteile abgerechnet. Dazu gehören:
- die Ist-Einspeisung zum Börsenstrompreis der jeweiligen Viertelstunde (EPEX Spot),
- Entschädigungen oder Erlöskorrekturen und
- die Dienstleistungsgebühr je kWh auf Basis der Prognosezeitreihe.
Hinzu kommen informatorische Mengenangaben wie die marktbedingte Abschaltung und die Mengen aus dem Redispatch, die der Netzbetreiber vergütet. Weil der Direktvermarkter die Erlöse an den Anlagenbetreiber auszahlt und ihm zugleich die Dienstleistungsgebühr in Rechnung stellt, entsteht je nach Ertrag eine Rechnung oder eine Gutschrift. Solarize führt alle Positionen auf einem Beleg pro Anlage und Abrechnungsperiode zusammen.
Klare Rollen: Arbeitsteilung von Vermarktung bis Beleg
meingrünstrom koordiniert für die einzelnen Aufgaben spezialisierte Dienstleister. Ein externer Bilanzkreismanager übernimmt sämtliche Marktkommunikationsprozesse und bildet die Schnittstelle zum Handel. Ein weiterer Dienstleister ist für die Fernsteuerung der Anlagen zuständig und liefert die Zeitreihen für die Abrechnung an Solarize. Solarize ordnet die Zeitreihen den Verträgen zu, berechnet über die Pricing-Engine bis zu sieben Rechnungspositionen und erstellt daraus die Belege.
„Für unser wachsendes Portfolio sind skalierbare Prozesse von Tag eins an essenziell. Nur mit konsequenter Automatisierung können wir attraktive Preise anbieten, damit die Direktvermarktung für unsere Anlagenbetreiber wirtschaftlich bleibt. Solarize hat uns dabei mit fachlicher Kompetenz und Kreativität bei der Lösungsfindung überzeugt“, sagt Herbert Hellmann, Gründer und Geschäftsführer der meingrünstrom GmbH.
„Der neue Anwendungsfall Einspeiseabrechnung zeigt, wie flexibel die Solarize-Plattform mit multiplen Zeitreihen umgeht”, sagt Lukas Böhm, Geschäftsführer und Head of Customer Success bei Solarize. „Heute rechnet meingrünstrom Solarparks unterschiedlichster Größe in einem einzigen Abrechnungsprozess ab, und dieser Prozess skaliert mit jedem weiteren Projekt.“
Direktvermarktung wird zum Massengeschäft
Der Kreis der direktvermarkteten PV-Anlagen wächst. Nach dem Kabinettsentwurf zur EEG-Novelle vom 29. Juli 2026 sollen neue kleine PV-Anlagen ab 2027 schrittweise von der festen Einspeisevergütung in die Direktvermarktung wechseln. In einer im September veröffentlichten Umfrage des Stadtwerkenetzwerks ASEW gaben rund 17 % der Stadtwerke an, den Einstieg in die Direktvermarktung kleiner PV-Anlagen konkret zu planen, weitere 49 % prüfen ihre Optionen. Neben den Kosten nannten die Befragten die technische Integration und die Abrechnung als zentrale Aufgaben. Auch meingrünstrom will künftig Anlagen unter 100 kWp vermarkten und setzt dafür auf weitere Prozessautomatisierung.
„Mit der Solarize Einspeiseabrechnung übertragen wir die Erfahrung aus der zeitreihenbasierten Abrechnung dezentraler Energieprodukte auf die Direktvermarktung. Davon profitieren neue Marktteilnehmer genauso wie Stadtwerke, die ihr Direktvermarktungsgeschäft auf- oder ausbauen”, so Lukas Böhm.
Bildquelle: yangphoto via Canva
Weitere Newsmeldungen finden Sie unter https://imo-news.de/news-archiv/.
