23.02.2026

Cobalt-Studie zum Equal Pay Day: 11.000 Euro Differenz im Schnitt

Eine aktuelle Studie der Personalberatung Cobalt zeigt: In der Immobilienwirtschaft verdienen Frauen im Durchschnitt rund 11.000 Euro weniger als Männer. Während im Bauwesen auf aggregierter Ebene Gehaltsparität besteht, offenbaren sich bei genauer Betrachtung deutliche Unterschiede je Berufsgruppe. Die Analyse macht deutlich, dass Gender Pay Gaps weniger pauschale Vergütungsfragen sind, sondern vor allem mit Führungsstrukturen, Karrierewegen und Transparenz zusammenhängen.

Immobilienwirtschaft: Deutliche Unterschiede je Funktion
In der Immobilienwirtschaft liegt das durchschnittliche Jahresgehalt von Frauen laut Studie bei rund 76.000 Euro, das der Männer bei etwa 87.000 Euro. Besonders ausgeprägt ist die Differenz in Funktionen mit hoher Budget-, Ergebnis- und Personalverantwortung, etwa im Asset- oder Property-Management.

In spezialisierten oder projektorientierten Bereichen wie ESG oder Projektentwicklung fallen die Unterschiede deutlich geringer aus. Auffällig ist zudem, dass Unzufriedenheit selten primär mit dem Gehalt begründet wird. Häufiger genannt werden Defizite in Führung, Kommunikation, Anerkennung sowie fehlende Transparenz bei Entwicklungsperspektiven.

Bauwesen: Parität im Durchschnitt, Differenzen im Detail
Im Bauwesen zeigt sich auf den ersten Blick ein anderes Bild: Frauen und Männer verdienen im Durchschnitt jeweils rund 80.000 Euro jährlich. Doch eine differenzierte Betrachtung nach Berufsgruppen offenbart teils erhebliche Abweichungen – sowohl zugunsten von Männern als auch von Frauen.

Während Männer insbesondere in Architektur- und projektsteuernden Funktionen höhere Durchschnittsgehälter erzielen, liegen Frauen in stark technischen Segmenten wie TGA oder TGM teilweise vorn. Auch hier bewerten Frauen ihre Karrierechancen insgesamt kritischer als Männer.

Führung und Transparenz als Hebel
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Equal Pay weniger ein isoliertes Vergütungsthema ist, sondern eng mit strukturellen Rahmenbedingungen verknüpft bleibt. Transparente Karrierepfade, klare Rollenprofile und nachvollziehbare Funktionsbewertungen gelten als zentrale Stellschrauben.

Bildquelle: iStock

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