19.05.2026

Bundesbauministerin Hubertz präsentiert „Stadt grün-blau“

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat die Agenda „Stadt grün-blau“ vorgestellt. Das neue Handlungsprogramm soll Städte dabei unterstützen, Grünflächen auszubauen und Wasser stärker in die Stadtplanung zu integrieren. Ziel sind klimaresiliente, gesündere und lebenswertere Städte. Im Fokus stehen unter anderem Schwammstadt-Konzepte, entsiegelte Flächen, begrünte Straßenräume sowie soziale und gesundheitliche Aspekte urbaner Freiräume. Die Agenda knüpft an das „Weißbuch Stadtgrün“ an und setzt auf eine stärkere ressortübergreifende Zusammenarbeit.

Fokus auf klimaresiliente Städte
Vorgestellt wurde die Agenda im Rahmen des 4. Bundeskongresses „Grün in der Stadt“ in Berlin. Das Handlungsprogramm soll praxisnah zeigen, wie Städte und Kommunen besser auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels reagieren können.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Prinzip der sogenannten Schwammstadt. Dabei geht es darum, Wasser stärker in urbanen Räumen zu speichern und zu nutzen, statt es möglichst schnell abzuleiten. Ergänzend sollen Grünflächen ausgebaut und bislang versiegelte Bereiche wieder geöffnet werden.

Fünf Schwerpunkte der Agenda
Die Agenda „Stadt grün-blau“ gliedert sich in fünf Themenbereiche. Neben wassersensibler Stadtentwicklung stehen gesundheitliche und soziale Aspekte urbaner Grünflächen im Mittelpunkt. Außerdem geht es um die Nutzung zusätzlicher Flächenpotenziale – etwa auf Schulhöfen oder in Straßenräumen – für grün-blaue Infrastruktur.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft Daten, Digitalisierung und Planungsinstrumente, die künftig stärker in die Stadtentwicklung integriert werden sollen.

Zusammenarbeit von Bund, Kommunen und Fachakteuren
Entstanden ist das Handlungsprogramm im Austausch mit dem Netzwerk „Weißbuch Stadtgrün“. Beteiligt waren verschiedene Bundesressorts sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verbänden, Kommunen und Stiftungen.

Bundesbauministerin Verena Hubertz betonte bei der Vorstellung der Agenda, dass Grünflächen und Wasser künftig selbstverständlicher Bestandteil moderner Stadtentwicklung werden müssten. Ziel sei es, Städte nicht nur baulich wachsen zu lassen, sondern gleichzeitig lebenswerter und widerstandsfähiger zu gestalten.

Grün-blaue Infrastruktur als Teil moderner Stadtentwicklung
Nach Einschätzung des Bundesbauministeriums soll grün-blaue Infrastruktur künftig stärker mit Maßnahmen wie dem Bau-Turbo, der BauGB-Novelle und europäischen Vorgaben zur Wiederherstellung der Natur verzahnt werden. Grünflächen und wassersensible Planung werden dabei nicht als Hindernis für den Wohnungsbau verstanden, sondern als wichtiger Bestandteil zukunftsfähiger Quartiere.

Bildquelle: ©Markus C. Hurek

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