05.05.2026

6. FACHKONGRESS DER IW.2050: Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe

280 Teilnehmende aus sozial orientierten Wohnungsunternehmen waren der Einladung der Initiative Wohnen.2050 (IW.2050) zum 6. Fachkongress im darmstadtium gefolgt. Das Interesse an den praxisnahen Themen und dem professionellen Input von Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen rund um die Klimaneutralität in der Wohnungswirtschaft war groß. Eine erstmalige Verlängerung des Kongresses um einen zusätzlichen dritten Tag wurde gerne angenommen.

Nach Begrüßung durch Axel Gedaschko, GdW-Präsident und IW.2050-Vorstandsvorsitzender, eröffnete Keynote-Speaker Dr. Tim Meyer den Kongress. Der Energieexperte und Autor zeigte neue Sichtweisen auf Strom und Energiegewinnung. Seine These: Die Energiewende sei schon weiter als in der öffentlichen Diskussion erkennbar. Eine regenerative Energie- und Wärmeversorgung sei möglich, der Weg dahin einfacher und günstiger als in der politischen Debatte derzeit wahrnehmbar.  Über die Energiewende und die Wohnungswirtschaft wurde im anschließendem Fachpanel von Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft offen und ehrlich diskutiert. Neben der Energiegewinnung und der problematischen Fördersituation ging es um Lebenszyklen von Gebäuden, Smart-Meter, Praxispfade, Mietrecht, Klimaziele, Mieterstrom, Netz-Monopole, kommunale Wärmeplanung, Fernwärme und KI. Ein umfangreiches Spektrum, das zwar in vielen Punkten die Transformation bestimme, dessen Komponenten aber an vielen Stellen regulatorisch weitergedacht werden müssen, um eine Umsetzung kosteneffizient zu ermöglichen.

Der Auftaktdiskussion folgte ein seit zwei Jahren bewährtes Format: Die Podiumsgäste stellten dem Publikum Fragen. Dieser Perspektivwechsel schuf eine außergewöhnliche Netzwerk-Atmosphäre, die beim anschließenden Get-together fortgesetzt wurde.

Tag 2 eröffnete Dr. Thomas Hain, stellvertretender Vorstand der IW.2050 und Leitender Geschäftsführer der NHW. Er appellierte: „Je schneller die Transformation in Strom und Wärme umgesetzt wird, desto günstiger wird es.“ Es sei Dringlichkeit geboten im Hinblick auf den digitalen und demografischen Wandel. Um die Themen erfolgreich anzugehen, brauche es Klarheit, Weitsicht und strategisch-politisches Handeln, über Parteigrenzen hinweg. 

Im Fachpanel „Schneller, einfacher und kostengünstiger bauen“ erörterten fünf Expert:innen Vor- und Nachteile des Hamburg-Standards mit seiner vereinfachten Bauweise. Umfassende Know-how-Vermittlung folgte am Nachmittag: In neun Fokus-Sessions erhielten die Besucher Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Energie- und Wärmewende, Aspekte der Finanzierbarkeit der Klimaneutralität sowie des nachhaltigen Bauens und Bewirtschaftens.

Der erstmals ergänzte dritte Veranstaltungstag bot Peer Learning für die Arbeitsebene in Workshops zu Klimastrategien, Wärmepumpen und Fernwärme sowie Schulungen zum IW.2050-Werkzeug KlimaPfadfinder.

Save the date: Der 7. Fachkongress der IW.2025 findet vom 28. bis 30. April 2027 wieder im darmstadtium, Darmstadt, statt. www.iw2050.de

Bildquelle: IW.2050

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