
In unserer Interview-Reihe „Im Fokus“ verraten Fachleute der Wohnungswirtschaft, was die Branche wirklich bewegt. Zum Jahresauftakt blickt PresseCOMPANY-Chef Rainer Frick mit Optimismus nach vorn: Er spricht über Chancen für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Wachstumsfelder der Agentur, sowie über die Rolle von KI im Kommunikationsalltag.
Rainer, mit welchen Erwartungen gehst Du in das Jahr 2026?
Meine Erwartungen sind durchaus positiv. Ich halte, ehrlich gesagt, nicht viel von der in vielen Medien verbreiteten Tristesse und miesepetrigen Grundstimmung.Wir sind ein großartiges Land mit vielen Menschen mit großartigen Ideen. Daher sollten wir diese pessimistische Grundhaltung abschütteln und wieder mehr nach vorne denken.
Das war übrigens schon immer mein Credo: weniger jammern, mehr machen. Gas geben.
Welche Chancen siehst Du für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, in der die PresseCOMPANY als Marketing- und Kommunikationsagentur ja bestens vernetzt ist?
In der Branche ist aktuell viel vom „Bauturbo“ die Rede. Für mich ist das eher ein gelungener Marketingbegriff – aber trotzdem: Ich glaube, die Talsohle der Marktlage ist erreicht. Wir sehen viele gute Ideen und Projekte, die jetzt umgesetzt werden können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dafür braucht es natürlich auch staatliche Impulse. Aber ganz ehrlich: Ich möchte mich als Unternehmer da nicht auf den Staat verlassen. Am Ende muss jeder Unternehmer selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Wer wartet, verliert. Wer gestaltet, gewinnt.
Wo siehst Du 2026 Wachstumsfelder für die PresseCOMPANY?
Ein ganz wichtiges Feld: unsere Netzwerkveranstaltungen. Wir werden unsere Event-Formate 2026 deutlich ausbauen. Außerdem haben wir zwei neue Kundenroadshows im Programm.
Trotz aller Digitalisierung gilt mehr denn je: Menschen wollen sich persönlich begegnen. Vertrauen und kreative Ideen entstehen nicht über Videocalls im virtuellen Raum, sondern über echte Gespräche. Und ja: am Ende entstehen daraus auch Geschäfte. Genau hier liegt unsere Stärke: Wir verbinden die richtigen Menschen. Und das werden wir 2026 noch stärker skalieren.
Du hast schon ein Wachstumsfeld genannt – welche zweite Säule wird die Agentur 2026 gezielt ausbauen?
Das zweite Wachstumsfeld ist für uns ganz klar die politische Kommunikation und Politikberatung. Das beschäftigt mich schon lange – ich habe ja Politik studiert und war dann viele Jahre als Journalist mittendrin im politischen Geschehen. Wer Wirkung erzielen will, muss nicht nur kommunikativ gut sein, sondern auch die politischen Mechanismen verstehen. Mit Jochen Merkle und Achim Winckler haben wir hier zwei absolute Politikprofis im Team, mit denen wir die Politikberatung peu à peu ausbauen. Ein besonderer Meilenstein war dabei die Übernahme der Beratung für die Projektgesellschaft der Sanierung der Stuttgarter Oper – ein absolutes Megaprojekt. Das motiviert uns enorm, diesen Bereich konsequent weiterzuentwickeln.
Stichwort KI: Ist das nicht auch für Agenturen eine große Herausforderung? Oder welche Bedeutung hat sie für Zukunft der Kommunikation?
Natürlich ist KI ein Riesen-Thema. Aber ich sehe auch das eher als Chance, nicht als Risiko. Es fragt uns ja heute auch niemand mehr, ob wir Texte lieber mit Schreibmaschine tippen wollen. KI ist für uns im Agenturgeschäft zwar kein Ersatz, aber ein Turbo. Arbeit wird dadurch nicht weniger, aber effizienter. Und das ist entscheidend: Wir gewinnen Geschwindigkeit, Qualität und neue Möglichkeiten. Am Ende zählt weiterhin das, was eine gute Agentur ausmacht: Strategie, Branchenverständnis, Kreativität und Umsetzungskraft.
Was würdest Du der Branche für 2026 mit auf den Weg geben?
Schaut nicht auf die anderen. Wartet nicht darauf, dass in Berlin oder Brüssel „irgendwas Tolles“ passiert. Konzentriert Euch auf Euch selbst und Eure Stärken! Und vor allem: Glaubt daran, dass ihr Eure Ziele erreichen könnt.
Bildnachweis: PresseCOMPANY
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