Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland rund 110.000 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 2,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem Einfamilienhäuser (+14,1 %), während die Genehmigungen für Zweifamilienhäuser zurückgingen (-8,3 %). Bei Mehrfamilienhäusern, dem wichtigsten Segment für den Mietwohnungsmarkt, stagnierten die Zahlen nahezu (+0,1 %). Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.
Branchenvertreter sehen darin ein ernstes Signal. Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, warnt vor einer Zuspitzung der Wohnungsnot: „Für die Menschen, die auf bezahlbare Mietwohnungen angewiesen sind, gibt es keinerlei Entlastung. Der Mangel gefährdet sozialen Frieden und wirtschaftliche Stabilität.“
Auch die Bauindustrie fordert entschlossenes Handeln. „Allein der politische Wille baut noch keine Wohnung. Jetzt braucht es konkrete Maßnahmen zur Entlastung bei Kosten, Bürokratie und Flächenverfügbarkeit“, erklärte Bauindustrie-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. Andernfalls drohe der Wohnungsbau in dieser Legislaturperiode kaum noch Impulse zu erhalten.
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