25.09.2025

GdW zu Genehmigungszahlen – Wendepunkt im Wohnungsbau ist noch weit entfernt

Im Juli 2025 wurden bundesweit 22.100 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt liegt die Zahl für Januar bis Juli bei 131.800 (+6,6 %). Für GdW-Präsident Axel Gedaschko reicht das nicht: „Die aktuellen Genehmigungszahlen zeigen eine leichte Erholung, aber von einem echten Wendepunkt im Wohnungsbau sind wir noch weit entfernt.“ Besonders beim Geschosswohnungsbau bleibe die Entwicklung zu schwach. Der GdW fordert deshalb einen „echten“ Bau-Turbo und verlässliche Förderung.

Die am 18. September vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen zeigen zwar eine leichte Erholung, bleiben nach Ansicht des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW aber deutlich hinter dem notwendigen Niveau zurück.

Entwicklung der Genehmigungen

Im Juli 2025 wurden bundesweit 22.100 Wohnungen genehmigt – ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Von Januar bis Juli summiert sich die Zahl auf 131.800 Genehmigungen und liegt damit 6,6 Prozent über dem Vorjahreswert. „Die aktuellen Genehmigungszahlen zeigen eine leichte Erholung, aber von einem echten Wendepunkt im Wohnungsbau sind wir noch weit entfernt“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des GdW.

Kritik an schwachem Mehrfamilienhausbau

Besonders beim Geschosswohnungsbau, dem Kernstück der sozialen Wohnungsversorgung, sei die Dynamik unzureichend. „Ein Plus von 5,6 Prozent im Mehrfamilienhausbau reicht bei weitem nicht aus, um die Wohnungsnot in den Ballungsräumen zu lindern“, so Gedaschko.

Forderungen des GdW

Um den Wohnungsbau wirksam anzukurbeln, müsse die Politik entschieden handeln. Gedaschko fordert einen echten Bau-Turbo, der nicht nur neue Bauflächen erschließt, sondern vor allem die Planungs- und Genehmigungsprozesse drastisch beschleunigt und Investitionen verlässlich absichert. Ebenso wichtig sei eine wirksame und verlässliche Förderung. Die geplante befristete EH-55-Förderung für den Bauüberhang sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch damit daraus ein spürbarer Impuls für die Praxis werde, müsse das Programm inhaltlich klar ausgestaltet, finanziell gut ausgestattet und langfristig verstetigt werden.

„Wenn wir die Wohnungsnot wirksam bekämpfen wollen, braucht es jetzt klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Nur so können die sozial orientierten Wohnungsunternehmen die dringend benötigten, bezahlbaren und klimagerechten Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten bauen“, betonte Gedaschko.

Bildnachweis: GettyImages


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